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Das Wetter am Sihlsee


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Geschichte

Vorgeschichte

Bis zur Gründung des Seerettungsdienstes Sihlsee gab es keine offizielle Rettungsorganisation auf dem Sihlsee. Kurz nach der Schaffung des Sihlsees setzte sich Karl Saurer (Lehrer) für die Sicherheit der Seebenützer ein. Auf privater Basis organisierte er Kurse für Rettungsschwimmer und brachte vielen Einheimischen die Schwimmkunst bei. Zusammen mit Freunden markierten sie gefährliche Stellen und Löcher mit farbigen Stangen. Als damaliger Kassier des Fischereivereins war er Hauptinitiant für die Schaffung eines Pullmotors (Beatmungsgerät). 1948 hat dann der Fischereiverein Fr. 2'000.- zum Kauf dieses Apparates freigestellt. Der Pullmotor wurde auf dem Polizeiposten stationiert.
Nach der Gründung des Segelclubs Sihlsee im Jahre 1964 organisierte dieser einen clubinternen Rettungsdienst, der jedoch nur während Regattatagen eingesetzt wurde. Hans Zehnder, ehemaliger Präsident des Segelclubs erkannte die Wichtigkeit eines Rettungsdienstes auf dem Sihlsee und kaufte aus diesem Grund ein Motorboot. Seit 1969 bis zur Gründung des offiziellen Rettungsdienstes setzte er sich aus eigener Initiative und uneigennützig für die Sicherheit auf dem Sihlsee ein. In den unzähligen Stunden, die er auf dem See verbrachte, konnten viele seine Hilfeleistung in Anspruch nehmen. So erhielt er dann auch den Namen "Schutzengel". Hans Zehnder leistete während dieser Zeit grosse Pionierarbeit.

1973; Von kantonaler Seite wurde der Sturmwarndienst auf dem Sihlsee eingerichtet.

1974; Der Bezirksrat erteilte der Gesundheitskommission den Auftrag, den Rettungsdienst auf dem Sihlsee zu organisieren. Erste Gespräche zwischen Gesundheitskommission, Polizei, Schiffsinspektorat, Segelclub Sihlsee, Fischereiverein, Feuerwehr, Samariterverein, Etzelwerk usw. wurden geführt.
Der Camping Büel in Willerzell und der Camping Euthal, die Segelschule Kälin und der Segelclub Sihlsee erklärten sich bereit, entsprechende Boote dem Rettungsdienst zur Verfügung zu stellen und gegebenenfalls auch mitzumachen.
Der Segelclub Sihlsee übernahm die Trägerschaft des Rettungsdienstes. Die Alarmorganisation wurde vorerst über die Feuerwehr in Aussicht gestellt. Die Campingplätze Büel Willerzell und Euthal und die Segelschule Kälin wurden nach Rücksprache hilfsmässig dem Rettungsdienst zugerechnet. Als erster Schritt wurde in Zusammenarbeit mit dem Kantonalen Polizeidepartement ein Rettungsschwimmerkurs durchgeführt. 32 Teilnehmer konnten als Rettungsschwimmer brevetiert werden.
Der Fischereiverein wurde vorläufig nicht als fester Bestandteil im Rettungsdienst integriert. Er sollte lediglich als Beobachter und Übermittler von Meldungen und Mithilfe in Notfällen beigezogen werden.
Der erste Obmann, Heinz Weber, übernahm die Aufgaben der Organisation des Pikettdienstes, der Alarmierung und der Ausbildung der Mannschaft.

1975; Das Dienstreglement über den Seerettungsdienst Sihlsee wurde am 20.02.1975 durch den Bezirksrat genehmigt.

1976; Heinz Weber trat als Obmann zurück und wurde durch Josef Schönbächler abgelöst. Es wurde überprüft, ob dem Rettungsdienst mehr Kompetenzen erteilt werden sollen, da dessen Anordnungen nur mangelhaft oder nicht befolgt werden. Für fünf Boote wurde durch den Regierungsrat eine Spezialbewilligung für stärkere Motoren erteilt.

1977; Hans Zehnder übernahm die Führung des Rettungsdienstes und wurde neuer Obmann. Der Rettungsdienst wurde mit neuen Funkgeräten ausgerüstet und die Organisation wurde immer den wachsenden Ansprüchen angepasst.

1982; Nach fünfjähriger Tätigkeit trat Hans Zehnder als Obmann zurück, stellte jedoch seine Dienste weiterhin dem Rettungsdienst zur Verfügung. Thomas Zehnder wurde zum neuen Obmann des Rettungsdienstes gewählt.
Aus den Reihen der privaten Bootsbesitzer zog sich Siegfried Marty (Euthal) aus geschäftlichen Gründen zurück. Dem Rettungsdienst standen somit nur noch zwei Boote zur Verfügung. Diese wurden mit Blinkleuchten (Blaulicht) ausgerüstet.

1983; Paul Schönbächler, Bootsvermietung Willerzell, erklärte sich bereit, beim Rettungsdienst mitzumachen.
Das Personal des Ladens "Grüne Aff " wurde mit in die Organisation einbezogen und es wurde ein Funkkurs durchgeführt.

1984; Der Seerettungsdienst Sihlsee feierte sein 10-jähriges Bestehen.

1985; Hans Zehnder, der eigentliche Gründer und längjährige Obmann des Seerettungsdienstes verstarb am 12. März 1985.

1986; Vorbereitend auf die Saison 1987 wurde ein neues Boot evaluiert. Der Rettungsdienst wurde reorganisiert.

1987; Das neue Rettungsboot Sportcraft gelangte zum Einsatz. Der Standplatz wurde vorbereitet; bei der Anlegestelle "Grüne Aff" wurden 4 Pfähle einbetoniert.
Am 4. Juli wurde das Schiff durch die Schiffsgotte Susi Zehnder auf den Namen "Argos" getauft. Die beiden Pfarrherren stellten das Schiff unter den Schutz Gottes. "Argos" wurde gleich zu Beginn mit einer neuen, leistungsfähigen Funkanlage ausgestattet.

1991; Es fand eine grossangelegte Weiterbildungsübung zusammen mit dem Ambulanzdienst, dem Samariterverein, der Feuerwehr, der SLRG und der Seepolizei statt. Als Übungsobjekt diente das Fahrgastschiff "Angelika". Eine zukünftig vermehrte Zusammenarbeit erklärte man als gemeinsames Ziel.
Erstmals konnte das Schnellfahrt-Training auf dem Sihlsee, statt auf dem Zürichsee absolviert werden.

1994; Im März organisierte der Obmann die Obmännerzusammenkunft aller Seerettungsdienste der Region Sihlsee, Zürich- und Walensee, Pfäffiker- und Greifensee.
Thomas Zehnder trat nach 12 Jahren als Obmann zurück und übergab die Führung des SRDS an Hansjörg Schefer.

1997; Das Funkdispositiv wurde erweitert. Ein zusätzliches Handfunkgerät stationierte man beim Segelclub Sihlsee, welches dort den Mitgliedern des Seerettungsdienstes zur Verfügung steht.

1999; Der Seerettungsdienst Sihlsee SRDS feierte sein 25-jähriges Bestehen.